Kurs:Topologische Invertierbarkeitskriterien/Lemma - Kaskadenprodukte

Aus testwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Lemma - Kaskadenprodukte

Sei (A,𝒜) eine unital positive topologische Algebra mit dem basiserzeugenden p-Gaugefunktionalsystem 𝒜, dann gibt es für alle α𝒜 eine isotone Stetigkeitssequenz ((α,n))n0, die folgende Eigenschaften besitzt:

  • (KM1) (α,k)(α,k+1) für k{1,,n1}
  • (KM2) k=1nxkykαk=1n(xk(α,k)yk(α,k))

Beweis - Kaskadensummen

Für den Beweis verwendet man Ungleichungen für die Stetigkeit der Multiplikation für ein basiserzeugendes Gaugefunktionalsystem aus dem Topologisierungslemma für Algebren. Der Beweis erfolgt in 3 Teilen

  • Stetigkeitssequenz wird induktiv definiert.
  • (K1) Isotonie der Stetigkeitssequenzen
  • (K2) Beweis der Kaskadenungleichung der Multiplkation

Beweis 1 - Stetigkeit der Multiplikation

Mit der Stetigkeitssequenzen kann man analog zu den Kaskadensummen über die Stetigkeit der Multiplikation erzeugen, d.h. es gibt zu jedem p-Gaugefunktional α ein β, ein Mβ1 mit

xyαMβxβyβ

Für die Stetigkeitskonstanten Mβ der Multiplkation bei einem basiserzeugenden p-Gaugefunktional gilt zunächst einmal Mβ1>0. Ohne Einschränkung kann aber Mβ11 gewählt werden.

Beweis 2 - Stetigkeit der Multiplikation

Die induktive Definition der Stetigkeitssequenz kann erfolgt pro Index k über zweifach über die Stetigkeit der Multiplikation erzeugen und zu jedem p-Gaugefunktional α gibt es ein p-Gaugefunktional β1 und ein Mβ1max{1,eAβ1} mit

xyαMβ1xβ1yβ1Mβ1xβ1Mβ11yβ1

für alle x,yA. Zu β1𝒜 gilt es wieder ein p-Gaugefunktional γ1 mit

xyβ1Mγ1xγ1yγ1

für alle x,yA und Mγ1max{eβ1,eγ1,Mβ1}.

Beweis 3 - Neutrales Element der Multiplikation

Ohne Einschränkung sei ferner Mβ1eAβ1>0 gewählt werden und man erhält.

xαMβ1xβ1eAβ1Mβ1Mβ12xβ1yβ1

Man definiert nun (α,1):=Mβ12Mγ12γ1.

Beweis 4 - Stetigkeit der Multiplikation

Ist nun (α,k) gegeben, so kann man wieder zu diesem p-Gaugefunktional (α,k) wieder γk finden, für das dann wiederum βk,γk𝒜 und Mβk,Mγk>0, die die folgende Ungleichung gilt:

  • x1x2x3x4(α,k)i=14(MβkMγkxγkxiγk)
  • Man definiert (α,k+1):=MβkMγkγk mit Mγkmax{eAβk,eAγk,Mβk}.

Beweis 5 - Abschätzung von Produkten mit 4 Faktoren

Produkte mit 4 Faktoren als Ungleichung abschätzen:

i=14xi(α,k)Mβkx1x2βkx3x4βkMβkMγk2k=14xkγkMβk18Mγk18k=14xkγkk=14xk(α,k+1)

Beweis 6 - Produkten mit 3 Faktoren

Mit der obigen Konstruktion kann man die Ungleichung auch auf Produkte auch für 2 oder 3 Summanden anwenden, indem man einzelne Vektoren als Einselement eAA der Multiplkation definiert werden. Im weiteren Verlauf wird die Abschätzung des Cauchy-Produktes auf der Polynomalgebra A[t] benötigt man die obige Aussage lediglich für 3 Faktoren für das Kaskadenlemma. Daher setzt man in folgenden Ungleichung x4=eA.

Beweis 7 - Abschätzung von Produkten mit 3 Faktoren

Ungleichung mit 4 Faktoren auf x1x2x3eA(α,k) anwenden.

i=13xi(α,k)Mβkx1x2βkx3eAβkMβkMγk2eAγkMβkk=13xkγkMβk12Mγk12k=14xkγkMβk6Mγk6k=13xkγk=k=13xk(α,k+1)

Beweis 8 - (K1) - Isotonie der Stetigkeitssequenz

Die Stetigkeitssequenz von Gaugefunktionalen ist isoton (d.h. (α,k)(α,k+1)), denn für alle xA gilt:

x(α,k)MβkxβkeAβkMβkMγkxγkeAγkMγkeAβkMβkMβk2Mγk2xγk=x(α,k+1)=x(α,k+1)

Beweis 9 - (K2) - Kaskadenungleichung

Die Stetigkeitssequenz von Gaugefunktionalen wird schrittweise für 3 Faktoren angewendet:

k=1nxkykαxk(α,1)yk(α,1)k=2nxkyk(α,1)k=12(xk(α,2)yk(α,2))k=3nxkyk(α,2)k=1n(xk(α,k)yk(α,k))

Kaskadenungleichung für Summen und Produkte

Verbinden Sie die Kaskadenungleichung für Prodkukte mit der Kaskadenungleichung für Summen. Kaskadierende Summe mit Gaugefunktionalen


Korrolar - Kaskadensequenz

Sei (A,𝒜) eine unital positive topologische Algebra mit dem basiserzeugenden p-Gaugefunktionalsystem 𝒜, dann gibt es für alle α𝒜 eine Stetigkeitssequenz ((α,m))m0, die folgende Eigenschaften besitzt:

  • (K1) (α,k)(α,k+1) für k{1,,n1}
  • (K2) k=1nxkyk(α,m)k=1n(xk(α,m+k)+yk(α,m+k))
  • (K3) k=1nxkyk(α,m)k=1n(xk(α,m+k)yk(α,m+k))

Beweisaufgabe für Studierende

Beweisen Sie die obige Abschätzung im Korrolar, indem Sie die induktive Definition im Lemma über Kaskadenprodukte mit dem Lemma über Kaskadensummen verbinden und die induktive Definition für beide Kaskadenungleichungen vornehmen.

Siehe auch

Seiteninformation

Diese Lernresource können Sie als Wiki2Reveal-Foliensatz darstellen.

Wiki2Reveal

Dieser Wiki2Reveal Foliensatz wurde für den Lerneinheit Kurs:Topologische Invertierbarkeitskriterien' erstellt der Link für die Wiki2Reveal-Folien wurde mit dem Wiki2Reveal-Linkgenerator erstellt.