Kurs:Mathematische Modellbildung/Themen/Volumenschätzung und Verbrauch von Ressourcen/Modellierungszyklus 2

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Modellierungszyklus 2 - Niveau Sekundarstufe II

Ziel der Modellierung

  • Bestimmung der Höhe der ankommenden Welle an der Glasscheibe, welche ein Elefant beim Baden erzeugt sodass sich daraus resultierend die Höhe der Glasscheibe ergibt

Vorgehensweise

  • Annäherung der Welle mithilfe der Kosinus Funktion
  • Faktor a soll diese Welle verzerrungsfrei skalieren, sodass sich Wellenberg mit g abschätzen lässt
  • Gewicht des zentralen Wellenbergs kann g nicht übersteigen
  • weiterer Faktor lässt die Welle mit größerer Entfernung zum Ursprung abflachen
  • durch Schieberegler für a, kann durch Ausprobieren ein Wert gefunden werden
  • a im Zusammenhang mit abflachenden Faktor wird verwendet um die Höhe der Welle bei gegebener Entfernung zur Wand zu berechnen

Durchführung

  • Querschnitt der Welle: f(x)=acos(xa)e(x10a)2
  • durch Rotation um y-Achse wird Welle dreidimensional
  • Volumen des größten Wellenbergs lässt sich nach oben durch Gewicht abschätzen

Abflachender/dämpfender Faktor

  • e(x10a)2
  • ae(x10a)2 als obere Grenze für Funktion (a noch unbestimmter Skalierungsfaktor)
  • Faktor a wird zur Höhenbestimmung der Welle benötigt
Obere Grenze für die Wellenfunktion
Obere Grenze für die Wellenfunktion
  • a durch Ausprobieren annähern oder rechnerisch bestimmen

Rotationsvolumen des Wellenbergs

  • Integral A von f(x) im Bereich 0 bis aπ2 um mit Rotationsvolumen die Masse des Wellenbergs zu bestimmen
  • 1 Einheit im Koordinatensystem = 1 Meter
  • obere Grenze: gπA2
  • Rotationsvolumen der Fläche A: πA2

Bestimmung von a durch Ausprobieren

  • Funktion mit m=πA2 zur Annäherung von a mit Schieberegler
  • für a0.75 wird Wellenberg zu gering für Babyelefanten und für a1.2 ist Wellenberg schwerer als ein großer Elefant

Hilfsfunktion

  • zur rechnerischen Bestimmung von a
  • Funktion darf in Nähe des Ursprungs nicht stark von skalierten Funktion abweichen: g(x)=cos(x)e(x10)2
  • für a=1 stimmen Funktionen überein und g(x) wird von a nicht beeinflusst
  • a liegt im Bereich [0.75;1.2] und skaliert Volumen des Wellenbergs, der von f(x) erzeugt wird, doch nicht von g(x)
  • Integral B von g(x) im Bereich von 0 bis π2 als fester Wert mit B=0,9953
  • für f(x) und g(x) im Bereich 0,75a1,2 gilt: Amplitude von f(x) ist skaliert mit a und obere Grenze des Integrals

Schlussfolgerung

  • es gilt: gπA2 und A=a2B
  • somit gπ(a2B)2
  • rundet man B=0,99531, ergibt sich gπ=gπ4=a
  • Berechnung der Höhe der Welle mit r (Abstand der Wand zum Eintrittsort): h(r)=ae(r10a)2

Beispiel - Durchführung

  • Elefant mit dem Fußdurchmesser d=38 cm mit angenähertem Gewicht g=70(d)31000000=3,841 Tonnen
  • Skalierungsfaktor a: a=gπ4=3,841π4=1,051
  • Wand mit 10 m Entfernung von Eintrittsstelle muss h(10)=ae(r10a)2=1,051e(10101,051)2=0,425 Meter hoch sein, damit die Welle nicht überläuft

Bewertung

  • obere Abschätzung der Welle zeigt Höhe des Wassers, wo Welle auf Glasscheibe des Schwimmbeckens trifft
  • Höhenbestimmung der ankommenden Welle mithilfe des Fußdurchmessers eines Elefanten und der Entfernung zur Glasscheibe
  • außer Betracht bleibt:
    • Auftreffen der Welle an Glasscheibe
    • Abprallen und Zurückwerfen in entgegengesetzte Richtung
    • jedes Bein des Elefanten kann eigene Welle erzeugen und diese sich jeweils kreisförmig ausbreiten (in Modell springt der Elefant vollständig ins Becken)
    • Aussehen der Welle als Funktion

Optimierung

  • GeoGebra Applet für aufgestellte Funktion
  • Erweiterung des Modells auf gesellschaftlich klimatisch wichtiges Thema: Elefant wird auf ein ins Meer fallenden Eisblock übertragen um mögliche Auswirkungen nahe gelegener Landmassen zu bestimmen